Kaplan Florian Stark sagt in Bad Steben „Auf Wiedersehen“

Im Rahmen einer Heiligen Messe hat sich am 11. August 2012 Kaplan Florian Stark in Bad Steben verabschiedet. Nach seiner Priesterweihe hatte Stark vor zwei Jahren seine erste Priesterstelle in der Pfarreiengemeinschaft „Verkündigung Christi“ angetreten, zu der auch die katholische Pfarrgemeinde Bad Steben zählt.
Im Namen der Pfarrgemeinde sagte die Vorsitzende des Bad Stebener Pfarrgemeinderates Monika Sauer dem Kaplan ein herzliches Vergelt´s Gott für seinen Dienst, bei dem er immer viel Herzlichkeit und Güte ausgestrahlt habe. Stark wechselt zum September in eine Gemeinde in Bamberg, wo er im Rahmen seiner Ausbildungszeit nach seinem Wirken in der ländlichen Diaspora-Gemeinde Naila/Bad Steben noch einmal neue Impulse für seine zukünftige Pfarrertätigkeit erfahren werde.
In ihren Dankesworten an Florian Stark ging Sauer auf die nicht immer einfach Situation der Priester ein. Werden doch heutzutage schon „einfache“ Christen oft als Spinner bezeichnet, da sie Sonntagmorgens statt auszuschlafen in die Kirche gingen und dafür auch noch Kirchensteuern zahlen. „Wenn wir Christen Spinner sind, müssten dann nicht Priester wie Sie, die uns führen und leiten, eigentlich die Oberspinner sein“, fragte Sauer den Kaplan mit einem Lächeln. Auch wenn junge Menschen, die sich in den Dienst der Kirche stellen, heutzutage sicher von manchen in ihrer Berufswahl recht skeptisch betrachtet würden, müsse sich Florian Stark jedoch keinerlei Sorgen machen, so Sauer weiter. In Anlehnung an ein Lied der Sportfreunde Stiller meinte die 34-Jährige, Spinner seien schließlich die Gewinner. Denn Christ sein und als Christ leben würde dem Leben und allem Tun erst einen Sinn geben. „Ich bin mir daher absolut sicher, dass Sie sich auf der Gewinner-Straße befinden“, sagte Sauer dem Kaplan.
Für seinen weiteren Weg überreichte ihm die Pfarrgemeinderatsvorsitzende zusammen mit Kirchenpflegerin Annett Griesbach noch zwei Flaschen Bocksbeutel und zwei Gutscheine für die Therme Bad Steben. So könne Florian Stark Leib und Seele für seine weitere Kaplanszeit stärken.