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Gemeinschaft vor schwierigen Aufgaben

Datum:
Veröffentlicht: 2.2.13
Von:
Monika Sauer

Artikel aus "Wir im Frankenwald" vom 1. Februar 2013

Die katholischen Pfarreien des Altlandkreises Naila müssen zur Pfarreiengemeinschaft „Verkündigung Christi“ zusammenwachsen und ihre Arbeit koordinieren. Zwingend erforderlich ist dies durch die bereits 2005 eingeleitete notwendige Strukturreform und Haushaltskonsilidierung der Erzdiözese Bamberg, die personell und finanziell in die Pfarrgemeinden hineinwirken.

Die katholischen Pfarreien des Altlandkreises Naila – Naila, Selbitz, Schauenstein, Bad Steben, Schwarzenbach a.Wald und Schwarzenstein mit den jeweiligen Orten – müssen zur Pfarreiengemeinschaft „Verkündigung Christi“ zusammenwachsen und ihre Arbeit koordinieren. Zwingend erforderlich ist dies durch die bereits 2005 eingeleitete notwendige Strukturreform und Haushaltskonsilidierung der Erzdiözese Bamberg, die personell und finanziell in die Pfarrgemeinden hineinwirken. Dies erläuterten Pfarrer Andreas Seliger und Adolf Markus. Um den pastoralseelsorgerlichen Auftrag der Kirche erfüllen zu können, müssen neben den Hauptamtlichen Ehrenamtliche verstärkt mitarbeiten.

In den nächsten Jahren stehen aber auch etliche Projekte an, für die finanzielle Investitionen dringend erforderlich sind. So steht für beide Pfarreien steht nur noch ein Hausmeister zur Verfügung. Quasi „über Nacht“ musste ein Schneeräumtraktor für Naila und Bad Steben zum Preis von 30.000 Euro angeschafft werden, damit die Schneeräumpflicht erfüllt werden kann. Der alte Traktor war 13 Jahre alt und immer wieder reparaturbedürftig. Einige Ehrenamtliche sowie Kirchenverwaltungsmitglieder sind bereit, sich neben ihrem bisherigen Engagement auch noch im Winterdiensteinzusetzen.

Gab es vor 13 Jahren noch einen hohen Zuschuss zur Anschaffung des alten Traktors seitens der erzbischöflichen Finanzkammer, so müssen die beiden Pfarreien dieses Mal das nötige Geld alleine aufbringen. Das stellt die Pfarreien vor eine große Aufgabe. Darüber hinaus stehen in den kommenden Jahren weitere Projekte an. Der Kindergarten mit Kinderkrippe Regenbogen im Kettelerhaus soll energetisch saniert, die Außenanlagen neu gestaltet, Dach und Glockenstuhl der Kirche Naila müssen saniert, das Kettelerhaus reduziert oder anderweitig verwendet werden. In Bad Steben steht die Innenrenovierung der Kirche an, das Pfarrhaus Schwarzenstein soll verkauft werden. Mit diesen Problemen befasst sich auch ein siebenköpfiges Fundraising-Team der Pfarreiengemeinschaft, das vom Diözesanbeauftragten Dr. Strehlein zusammen mit den beiden Pfarrern Andreas Seliger und Sebastian Masella geleitet wird.

Pfarrer Andreas Seliger und Adolf Markus erläutern die Sachlage: Heute werden die Zuschüsse der Diözese für die Gemeinden nach Katholikenzahl und Fläche verteilt, aus denen zum Beispiel die Lohnkosten für die zwölf Mitarbeiter – einschließlich Kinderbetreuungspersonal – bestritten werden müssen. Abnehmende Katholikenzahl, zu viele Immobilien, steigende Kosten und sinkende Einnahmen stellen die Pfarreien vor neue Aufgaben. So gelte es wegzukommen von dem Anspruchsdenken, das der Pfarrer überall und immer da sein muss oder die Kirche genug Geld habe. Trotz allem, die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft „Verkündigung Christi“ sind dankbar, dass sie trotz eingeschränktem Stellenschlüssel zwei neue Pfarrer haben.